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Unsere erste Schafpatenherde ist entstanden durch das liebevolle Engagement der Familie Smietana, durch sie sind - mit der Hilfe aller Schafpaten - auf der Bockauktion am 04.02.2011 zwei gute Wollböcke gekauft worden, welche die glücklichen Väter vieler neuer Lämmer werden sollen. Die "Stammväter" für unser erstes Projekt.

Der Schafhof in Steinheim

Wir sind ein Familienbetrieb und beweiden mit unseren Schafen Wacholderheiden rund um Steinheim. Diese erstrecken sich vom Felsenmeer über Wental, Homberg (Klösterle), Untertal, Schäfhalde, Schneckental bis zum Dudelhof. Die Winterweide befindet sich auf Gemarkung Donzdorf, die Schäfer und Herde zu Fuß erreichen. Beim Ortswechsel von Heide zu Heide oder zur Winterweide müssen immer wieder Straßen überquert werden, was nur durch zusätzliche Helfer und viel Umsicht unfallfrei zu lösen ist. Auch Engstellen wie zum Beispiel im Wental verlangen viel Aufmerksamkeit vom Schäfer, seinen Hunden und einem Helfer am Ende der Herde. Dabei lassen die Schafe auf den Wegen ihre Köttel fallen, was gelegentlich bei Spaziergängern auf Missfallen stößt. Aber es gibt im Wental keine Alternative, und es wird an dieser Stelle um Verständnis geworben. Die Herdengröße umfasst ca. 550 Merinoland-Mutterschafe und einige Böcke, die mit der Herde mitlaufen. Die weiblichen Tiere wiegen zwischen 80 und 120 kg, während die Männchen zwischen 140 und 180 kg deutlich schwerer und größer sind. Merinolandschafe können über das ganze Jahr brünstig werden und demnach das ganze Jahr über Lämmer zur Welt bringen.

Für die Winterfütterung benötigen wir Heu, das auf den angepachteten Wiesen gewonnen wird. Vom ersten Schnitt wird Heu und vom zweiten Öhmd gewonnen, wobei wie immer bei der Heuernte das Wetter als entscheidender Faktor mitwirkt. Zieht nach der Wiesenmahd bei fast fertigem Heu eine Schlechtwetterfront auf, so muss das Heu unbedingt eingebracht werden, soll es nicht verregnet werden. Die Schafe dürfen aber währenddessen nicht vernachlässigt werden. Dies bedeutet für den Schäfer einen ca. 20 Stunden-Tag. Wiesen werden mit Schafmist aus der Winterhaltung gedüngt oder indem die Schafe die Nacht in ihrem Pferch darauf verbringen. Nach dem Öhmd wird noch ein mal im Herbst über die Wiesen gezogen.

Wir betreiben einen Hofladen, in dem es neben frischem Lammfleisch auch Wurstwaren vom Schaf, alles aus eigener Schlachtung, gibt. Wöchentlich werden die Lämmer geschlachtet, in der eigenen Metzgerei verarbeitet und im Laden verkauft. Alle Lämmer der Herde werden so verarbeitet. Der Schafhof ist ein reiner Selbstvermarkter-Betrieb. Daneben sind gegerbte Schaffelle, Wolle, Wollsocken, Honig und vieles mehr im Laden zu bestaunen und zu erwerben.

Die Rahmenbedingungen sind für uns in Steinheim ausgesprochen günstig. Eine Gemeindeverwaltung, die einen Schäfer wünscht, Landwirte die an einer guten und sich gegenseitig unterstützenden Zusammenarbeit interessiert sind, Jäger die viel Verständnis für die Schäferei aufbringen, eine Bevölkerung, die uns spüren lässt, dass wir eine Bereicherung für Steinheim und die Landschaft sind und eine Bezirksstelle für Naturschutz und Landschaftspflege in Stuttgart, die immer ein offenes Ohr für uns hat.